Verein für Brauchtum & Kultur e.V.
Wie alles begann ( 1994 / 95 ). Kerwe vorm Einschlafen gerettet !! Der Vorstand
1995 aus Geschäftsanzeiger: Unzufrieden war lange Jahre die Schiersfelder Jugend mit dem Ablauf des Kerwegeschehens im Ort. _Nix war los", wie es oft so schön heißt. In manchen Jahren blieb auch noch die ..Reitschul" aus. lediglich ein Zuckerstand gegenüber der ehemaligen Gaststätte Pfleger machte Vorbeifahrende darauf aufmerksam, daß in der Gemeinde „Kerb" ist. Wenn dann auch noch kein Umzug auf die Beine gestellt wurde und die Kerwerede ausblieb, war der Kerwesonntag fast wie in üblicher Sonntag. Nachdem die letzte verbliebene Gaststätte Pfleger im Ort auch noch ihre Pforten schloß, überlegten sich einige junge Leute, wie dem drohenden Kerwe-Dilemma entgegengewirkt werden könnte. So entstand 1995 in kurzer Zeit eine Kerweinitiative, die erstmals das Kerwegeschehen in der Orts-mitte auf dem Rosenplatz organisierte. Alt und jung aus der Gemeinde halfen mit, daß die Kerwe 1995 ein voller Erfolg wurde und bei vielen in guter Erinnerung bleiben wird. Nichts fehlte, was zu einer Kerwe gehört und die Schiersfelder feierten zusammen mit einer großen Besucherschar aus den umliegenden Orten wie schon in früheren Jahren recht zünftig und ausgelassen ihr „höchstes Fest" in der Gemeinde.
Um das Ganze nicht wieder einschlafen zu lassen, entschieden sich die Beteiligten der Kerweinitiative, einen Verein zu gründen und zwar einen „Förderverein für Brauchtum und Kultur e.V. Schiersfeld", wie er sich ganz offiziell nennt. Der neue Verein, mittlerweile auch im Vereinsregister beim Amtsgericht eingetragen, ist als Nachfolger der 1995 entstandenen Kerweinitiative zu sehen. Als Aufgabe haben sich die 17 Gründungsmitglieder gemacht, den Brauch der „Hexennacht" und der Schiersfelder Kerwe am Leben zu erhalten und auch noch künftig auszubauen. Erreicht werden soll auch, daß in Schiersfeld weitere kulturelle Ereignisse entstehen.
Alte Bräuche sollen aufrechterhalten und auch wiederbelebt werden und der Jugend die Möglichkeit geboten werden, aktiv am Dorfge-schehen mitzuarbeiten und sich in der dörflichen Gemeinschaft zu engagieren.
Nicht zuletzt soll die Dorfgemeinschaft gefördert werden. Die 17 Gründungsmit-
glieder wählten sich im Dorfgemeinschaftshaus einen Vorstand. Erster Vorsitzender wurde Ulrich Kaiser, sein Stellvertreter ist Michael Otto. Ingo Lamb übernahm das Amt des Schatzmeisters, Julia Kirsch wurde Schriftführerin. Zu Beisitzern wählte die Versammlung Stefan Glaß, Tanja Chittrek und Markus Kauth. Die Vorstandschaft hat selbstkritisch die Bitte geäußert, daß dem jungen Verein Chancen für die Zukunft eingeräumt und auch Fehler verziehen werden. Nur daraus, so die jungen Leute, könne gelernt werden. Alle Anstrengungen würden unternommen, etwas auf der örtlichen Ebene zu bewegen. Dies soll allen Beteiligten auch Spaß machen und nicht zur Pflichtübung werden. Der Zusammenhalt in der kurzen Zeit der Gemeinschaft sei gewachsen, was mit Freude von den Vereinsmitgliedern festgestellt wurde. Alle zusammen könnten stolz auf die bisherigen Leistungen sein.-Wunsch des Vereins ist es, daß weitere Schiersfelder Bürger Mitglieder werden und sich auch in der Vereinsarbeit, so wie jüngst bei der Verlegung der Drainage vor der Grillhütte Engagement für die Dorfgemeinschaft zeigen. Die Ortsgemeinde Schiersfeld, an der Spitze Ortsbürgermeister Günther Rahn ist mehr als froh über ein solches Engagement junger Personen in der Gemeinde. Damit werde auch ein Stück Zukunftssicherung betrieben, in der Dorfgemeinschaft müsse man sich einfach wohlfühlen.
Auch der Ortsbürgermeister appelliert an seine Mitbürger, den neuen Förderverein durch die Mitgliedschaft zu unterstützen.
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