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... in der Nordpfalz daheim. ..

Burg Randeck

E. Busch

Die Randeck, im Jahre 1690 ein Stützpunkt der „Schnapphähne"

„Schnapphähne" war schon im 15.Jahrhundert eine Bezeichnung für berittene Wegelagerer, Buschklepper und Straßenräuber. Der Ausdruck bürgerte sich auch für die in den Kriegen des 17.Jahrhunderts entwurzelten Bauern ein, die sich nach Art der Wegelagerer gegen die im Lande hausende Soldateska zu wehren versuchten. Im Jahre 1690 waren die „Schnapp­hähne" in Rheinhessen und in der Nordpfalz besonders aktiv. Die Truppen Ludwigs XIV. hatten das Land besetzt, weil Frankreich angeblich Erbansprüche darauf erheben konnte, bedingt durch die Heirat Liselottes von der Pfalz mit dem Bruder des französischen Kö­nigs. In Wirklichkeit wollte Ludwig XIV. jedoch die Ostgrenze seines Königreiches bis an den Rhein vorschieben.

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Von den Dörfern forderte das französische Militär Kontributionen in Form von Geld, Le­bensmitteln und Futter für die Pferde. Bei Verweigerung wurde geplündert und Feuer ge­legt. Die französischen Generäle betrieben eine Politik der „verbrannten Erde", verbunden mit der Zerstörung aller Befestigungen in der Region, seien es Burgen oder ummauerte Städte, sofern sie nicht von den Franzosen selbst als Stützpunkte benötigt wurden, wie etwa Meisenheim oder Kaiserslautern, oder aber Landesherren gehörten, die mit Frank­reich verbündet waren.

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